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4 - Ländertour 2000

 

1. Südafrika

2. Namibia 3. Botswana - Simbabwe

Cedarberge / Augrabiesfalls / Kalahari Gemsbock NP.


Vom 13.März bis 19.März 2000

Gabi mit Blick auf die Augrabiesfalls

 

unsere Route bis zur Namibianischen Grenze

 

Montag, 13. März 2000

 

Unser Auto ist fertig gepackt. Es soll für 5 – 6 Wochen auf die Reise gehen. Erstes Ziel ist am 21.03 Windhoek, somit bleibt also eine Woche Zeit von Kapstadt aus hoch zu fahren. Die kürzeste Strecke, das Asphaltband der N7 bis Windhoek, können wir für den Rückweg aufsparen. Die Cedarberge scheinen , für uns, einen lohnenden Besuch darzustellen. Die Tage hier in Kapstadt werden immer kürzer und kühler. Der Spätsommer hat sich eingestellt und der South Eastern nimmt an Intensität und Häufigkeit ab. Heute ist es sogar bedeckt, ein guter Zeitpunkt um loszufahren. Es bleibt zu hoffen, daß die Regenzeit in Namibia und Botswana ihr Ende gefunden hat. Die Regenfälle sind dieses Jahr heftig ausgefallen und tun dies möglicherweise noch. In Mosambic ist das Land völlig überflutet. Der Limpopo hat stellenweise eine Flußbreite von bis zu 150 km erreicht. Diese Fluten haben vieles zerstört und es hat das ärmste Land der Erde hart getroffen. In Namibia soll das Sossusvlei z.Zt. nicht erreichbar sein, da es völlig überschwemmt ist, was nur sehr selten vorkommt. Genaue Informationen über die aktuellen Zustände sind nur schwer zu bekommen oder gar nicht. Mehr als einmal, werden wir uns überraschen lassen.

Die Fahrt führt über Wellington, den Nek Bain Pass nach Ceres. Vorne am Auto sind neue Reifen aufgezogen, mit der unpraktischen Folge, daß diese beim Einschlagen an den Radkästen schleifen. Um dieses bedrohliche, Reifen aufschlitzende Geräusch zu beseitigen, müssen die Laufräder gewechselt werden. Es findet sich in Ceres auch gleich eine kleine Werkstadt. Ohne viel Umstände werden wir sehr freundlich und zu dem noch kostenlos bedient. Für die Arbeiter bleibt ein Trinkgeld zurück und das Versprechen wieder zukommen schließt sich an. Es geht weiter über den Gydopass Richtung Citrusdal. So weit das Auge reicht nur Apfel und Birnenplantagen. Das erstemal auch eine Oliven sowie eine Tabakplantage.

   
Der Tabak wird in Blättern geerntet, auf Drähte gespießt und wie auf Schwedenreutern getrocknet. Wie gut das riecht. Laufend begegnen uns Sattelzüge, sie bringen Früchte zum Versaften aus dem Citrustal nach Ceres.
Tabakplantage  
   

 Der richtige Weg nach Cedarberg läßt sich nicht finden, notgedrungen nehmen wir den Umweg in Angriff und müssen so, noch bevor die Cedarberge erreicht sind, einen Übernachtungsplatz suchen. Besuch stellt sich auch sofort ein, in der unangenehmen Form von Mücken. Es ermangelt uns an der richtigen Bekleidung, für derartige Überfälle. Es ist gut so diese Erfahrung gleich jetzt zu machen, wir können uns in Windhoek noch mit der Schutzgardarobe für die Malariazonen eindecken. Die Erste Vorsorge besteht schließlich darin, sich erst gar nicht stechen zu lassen.

 

Dienstag, 14. März 2000

 

Die Nacht über weht ein lausiger Wind. Das Zelt flattert an einer Seite. Die erste Nacht im neuen Bett. Die erste Nacht mit der neuen Matratze und dann noch im Zelt. Die alte Matratze ist aber auch noch dabei, man weiß ja nie und zum Probe schlafen war daheim keine Gelegenheit. Kurz um, wir schlafen diese erste Nacht sehr schlecht. Angebrachter weise stehen wir frühzeitig auf, lassen es aber langsam angehen. Erst weiter auf der R355 Richtung Calvinia, bis zum Abzweig über die Berge. Vermutlich ist es der Abzweig Richtung Cedarberg . Unsere Vermutung erweist sich viel später als richtig. Noch gar nicht in Cedarberg eingetroffen, kommt eine Weggabelung nach Wuppertal. Wieder ein Indiz dafür, was für eine schlechte Karte wir mit uns führen. Das kann ja heiter werden, keine 300 km von Kapstadt entfernt und gleich am zweiten Tag diese Erkenntnis. An die 8 –10.000 km Wegstrecke dürften so vor uns liegen. Da wir von Clanwilliam letztendlich über Wuppertal fahren wollten, nehmen wir jetzt den direkteren Weg. Die Piste ist schlecht, macht uns aber ungeheuer viel Spaß. Das Gelände ist landschaftlich wunderschön. Rundherum die für die Cedarberge typischen rötlich schimmernden und stark erodierten Granit-, Sand- und Basaltsteinberge, riesige Steinformationen sind zudem eine reiche Nahrung für die Phantasie. Alles was die afrikanische Tierwelt zu bieten hat ist hier in Stein zu sehen. Auch die nur hier blühende weiße Protea ist auch noch vereinzelt am blühen. Dazwischen viele Schafe und Ziegen aus Fleisch und Blut. Es geht über Eselbank, ein kleines Nest mitten in den Bergen, vorbei an Bauern, die hier den Roibosbusch ernten, der zu Tee wird, schließlich einen steilen Pfad hinunter nach Wuppertal.

   
Tiergebilde Roibosplantage
   

 Wuppertal verdankt seine Gründung einer Rheinischen Missionsstation. Auch heute noch ist eine Mission dort vorhanden. Wuppertal an sich ist ein wunderschönes Dorf. Sämtliche Häuser sind weiß getüncht und mit Strohdächern bedeckt. Getrockneter Mais und füllige Zwiebelzöpfe schmücken die Veranden. Hier leben vorwiegend Schwarze. Neugierige Blicke der Kinder folgen uns, als wir eine Auskunft im Office einholen. Von hier führt eine gut ausgebaute Piste den Paß hinauf und ins nächsten

   
Wuppertal Doringfluß
   

Tal rechts hinab. Das Bidouw Valley fahren wir durch bis Uitspankraal wo der Fluß Doring auf ca. 30 Meter Breite durchquert werden muss, was sich nicht als besonders schwierig erweist. Es ist mittlerweile fast 17.00 Uhr, müde und hungrig machen wir an einem schönen Aussichtsplatz direkt am Wegesrand halt, und bauen unser Lager auf. Wie schon vermutet, kommt hier niemand mehr, nein ein Moped samt Fahrer und Hund, vorbei. Wir dinieren in 3 Gängen. Als die Sonne hinterm Berg verschwindet, wird es merkbar kühler. Es ist still hier wie noch keine Nacht zu vor...

 

Mittwoch, 15. März 2000

 

Die Nacht war angenehm ruhig. Die erste Nacht auf der neue Matte, wir sind damit genauso wenig glücklich wie mit unserer ursprünglichen Matte. Jetzt ist eine Matte zuviel an Bord. Nach unserem Frühstück und den allmorgendlichen Jogaübungen starten wir. Zurück auf die R355, von der wir ursprünglich in die Cedarberge hin abgebogen waren. Der Weg zu dieser Straße, findet sich schwieriger als erwartet. Überall Abzweigungen die nicht auf der Karte eingezeichnet sind. Die Landschaft ist reizvoll. Wunderschöne Tafelberge, sie sind von einem zarten Grün überhaucht, begleiten uns durch die Täler. Dank GPS finden wir schnell wieder zurück auf die R355, überfahren dann den Bloukranspass und kommen dann in das zweite Zentrum der Merinoschafzucht, nach Calvinia, wo wir auf die asphaltierte Straße R27 treffen. Die Fahrt führt jetzt nach Norden über Brandvlei, Gabi muss sich hier einer Führerscheinkontrolle unterziehen, Richtung Upington. Die Region ist wie für das Northerncape sehr typisch trocken. Die Piste zieht sich schnurgerade über die endlosen Hügelketten, immer gerade aus und verliert sich in der gleißenden Hitze am Horizont. Reizvoll und doch ermüdend, ein weiterer Fahrerwechsel steht an. Die Straße durchquert einige Vleis, die nach starken Regenfällen noch mit Wasser gefüllt sind. Es mutet schon seltsam an, dass trotz dieser Menge an Wasser die Vegetation außer Büschen, Gräsern und Kameldornbäumen nicht viel mehr an Flora zu verzeichnen hat. Somit eignet sich diese Gegend auch nur zur Schafzucht. In der Ferne bauen sich ein paar bedenkliche Wolken auf, werden immer dunkler und wir können sehen wie sich die Regenmassen ergießen. Auf halben Weg zwischen Brandvlei und Kenhardt, es ist gegen 16.30, wir wollen noch ein

   
Heuschreckenstraße Knackende Granitkugel
   

paar Hühnchenteile grillen, zweigen wir rechts ab und finden, wie kann es denn anders sein, einen wunderschönen Platz am Wegesrand. Eine riesige Heuschreckenwanderung ist hier im Gange, es wirkt nicht gerade anheimelnd, wie dieser breite Strom, aus hüpfenden Allesfressern auf uns zu kommt. Unser Übernachtungsplatz ist gesäumt von kugelrunden Felsen. Unser Feuer, ganz nahe an einem dieser runden Steine, entwickelt ungeahnte Kräfte. Der Stein fängt an zu knistern und knacken. Durch die unterschiedliche Erwärmung sprengt dann immer wieder ein Teil außen ab. Der Stein bleibt rund, wird aber schließlich immer kleiner. Uwe spekuliert darauf, dass es sich um erkaltetes Lavagestein, also Granit, handeln muss. Er ist nach innen hin langsam erkaltet, somit besteht der Stein aus vielen Krusten, die nicht mit einander verbunden sind. Ein paar Grillen zirpen, ansonsten ist es auch hier sehr still. Auch das Hühnchen ist aufgegessen und die Mücken fangen an, uns ganz böse zu ärgern, die Flucht ins Zelt lässt nicht lange auf sich warten.

 

Donnerstag, 16. März 2000

 

Wir schlafen auf unserer alten Matratze auch nicht schlechter wie auf der Neuen. Also bleibt alles bei der Alten. Die Nacht über hören wir andauernd das Summen der Mücken. Wir sind froh, dass keines dieser blutsaugenden Biester den Weg in unser Zelt findet. Dazu kommen noch seltsame Geräusche von Heuschrecken, Kakerlaken oder sonstigen fremden Insekten, die sich das Zeltdach für die nächtlichen Spiele ausgesucht haben. Am Morgen werden wir von Donnergrollen und starken Windböen geweckt. Die noch vorherrschende Dunkelheit wird von Blitzen erhellt und es fängt an zu regnen. Der Regen hört

   
Federgras Schwarze Wand
   

wieder auf, die Sonne zeigt sich schon ein wenig. Frühstück ist angesagt aber allzu gemütlich wird es nicht. Ein weiteres Gewitter rollt heran. Der Kaffee wird ins Auto verfrachtet und wir nutzen die kurze Zeit um das Zelt abzubauen. Der Wind treibt eine große schwarze Wolke von Westen auf uns zu, erste Regentropfen, Donner und Blitze, die Sonne verschwindet im grauschwarzen Wolkenungeheuer. Wir huschen ins Auto, gerade rechtzeitig, es schüttet wie aus Eimern. Das Frühstück mundet trotzdem und als wir fertig sind ist das Gewitter auch schon über uns in Richtung Osten gezogen. Auf der R27 fahren wir weiter nach Norden über Kenhardt und treffen dann in Keimoes auf den Orangefluß, über den hier eine stattliche Brücke führt. Die Farmer widmen sich in dieser Gegend dem Obst und Weinanbau. Gute Weine entstehen hier und unterschiedlichste Früchte werden gedörrt, was sich in der Trockenheit und Hitze geradezu anbietet. Dem Orangefluß folgen wir stromabwärts. Hier wird das Wasser des Flusses für den Obstanbau nutzbar gemacht. Überall Bewässerungskanäle, welche zum Teil bereits 1887 von Missionaren angelegt wurden. Bei Kakamas queren wir den Orange wieder und zweigen jetzt nach Norden hin ab zu den Augrabiesfalls, welche als die zweitgrößten Wasserfälle von Afrika gelten und zu den 6 größten Wasserfällen der Erde zählen. Dort angekommen findet sich ein schöner Übernachtungsplatz auf dem Campingplatz bei den Augrabiesfalles. Augrabies heißt übrigens Platz des großen Donners oder Lärms.

   
Augrabiesfalls 01 Augrabiesfalls 02
Nur ca. 300 Meter von den Wasserfällen entfernt, ist es an unserem Platz wirklich schön ruhig. Wie wir von einem Südafrikaner erfahren, er besucht die Wasserfälle seit 20 Jahren, hat er sie noch nie bei soviel Wasser erlebt.
Augrabiesfalls 03  
   

Das Wasser ist braun wie Kakao mit Sahne, Kaffe con Leche, durchgerührter Cappuccino oder Carameleis in flüssiger Form. Am Oberlauf und über die Zuläufe muss es heftig geregnet haben. Das Wasser stürzt sich bis 56 Meter in die Tiefe und durchläuft dann eine von steil aufragenden Granitsteinwänden gesäumte Schlucht. Unten in der braunen Brühe bilden sich aufgrund von Untiefen wilde Strudel. Oberhalb der Schlucht führt ein Pfad entlang. Als sich die Sonne etwas setzt genießen wir einen wunderschönen Blick gegen Osten auf die Fälle. Insgesamt ist die Gegend hier zauberhaft umrahmt von rötlich schimmernden Hügelketten, die entlang des Flusslaufes mit viel Grün überzogen sind. Der Orange verzweigt sich schon vor den Fällen sehr stark, so dass wir nur einen Teil der Wassermassen an uns vorbei fließen und stürzen sehen.

 

Freitag, 17. März 2000

 

Die Vormittagsstunden bieten sich an, einige Aussichtspunkte entlang der Augrabiesfalls anzufahren. Landschaftlich ist die Gegend sehr reizvoll. Schwarze Granitsteinberge, auf denen sich Dank der vorherigen Regenfälle eine wunderschöne Blütenpracht entfaltet. Dann wieder zum Kontrast dazu stark rot gefärbte Basaltsteinberge, die einer viel stärkeren Erosion unterliegen.

   
Augrabies NP Wollsackformation
 
Kalahari  
   

Anhand der Auswaschungen auf der Piste lässt sich ersehen an wie vielen Stellen dem Orange Wasser zugeflossen ist. Der ursprüngliche Plan über Tshabong durch die botsuanische Kalahari nach Norden zu fahren ist zeitlich nicht realisierbar. Wir wollen spätestens Montag Nachmittag in Windhoek sein. Die Alternative Kalahari Gemsbock Nationalpark in Südafrika liegt gleich in der Nachbarschaft von Augriebisfalls. Also zurück nach Kakamas, wieder über den Orange und dann nach Norden über eine Reihe von Pisten. Die 300 km nehmen den ganzen Tag in Anspruch, erst gegen 17.00 Uhr ist das erste Camp des Parks erreicht. Der Weg hier hoch ist faszinierend schön. Nach dem die Weinberge hinter uns liegen, überall frisches Grün von den Büschelgräsern. Dann zum Kontrast dagegen, die ersten Sanddünen mit den für die Kalahari typischen rötlichen Sanddünen. Auf den Sanddünen dann wieder ein Blütenmeer von gelben Blumen. Bei der Kalahari handelt es sich um eine Halbwüste und Dornbuschsavanne, die zur Regenzeit erblüht. Eine Gruppenleiterin erzählt, dass sie dieses Gebiet hier noch nie so grün erlebt hat wie jetzt. Als wir unser Permit lösen, erfahren wir, dass nicht alle Wege im Gebiet befahrbar sind, da beide Flüsse, was die letzten 100 Jahre gerade 4 mal vorkam, die Täler überschwemmt haben. Wir wollen morgen zeitig starten um evtl. ein paar Tiere vor die Linse zu bekommen.    

 

Samstag, 18. März 2000

 

Wir benötigen unbedingt einen Wecker. Mehrmals wachen wir in der Nacht auf, um ja den Start um 6.30 Uhr nicht zu verpassen. Wir sind zwar pünktlich, aber auch dementsprechend müde. Das Frühstück soll etwas später in der Wildnis der Kalahari folgen. Entlang dem trockenen Flusslauf des Auob führt die Piste bis Mata Mata. Die Kalahari ist so grün wie das Allgäu. Wie schon erwähnt, herrscht hier ein Ausnahmezustand. An Tieren treffen wir zuerst auf ein Gnu. Es macht uns einen freudigen Eindruck, wie es durch das Flussbett galoppiert. Dann kommen die stolzen Oryxantilopen mit ihren eindrucksvollen gefährlichen Spießen, Springböcke, Kuhantilopen, verschiedenste Vögel in allen Größen wie Strauße, Geier, Adler etc.. Aber wo ist der Rastplatz?

   
Gnus Gemsbock
Kuhantilopen Springbock
   

Immer noch steht das Frühstück aus und wie ist es hier mit den Löwen? Bis zu 2.000 Stück soll es schließlich hier geben. Können wir dann überhaupt draußen rasten? Ist alles nur Panikmache? Da ein Rastplatz aber nirgends ein Baum um etwas Schatten zu haben. 500 Meter weiter werde ich zum sofortigen Anhalten aufgefordert. Unter einem Baum in 50 Meter Entfernung liegen die Löwen. Tatsächlich. Eine ganze Löwenfamilie beim morgendlichen Schmaus. Ein Löwe, zwei Löwinnen und 4 Junge faulenzen im Schatten einer Akazie. Sie haben am Morgen oder in der Nacht eine Oryx erlegt. Immer wieder winkt, grotesk ist es schon, ein Antilopenbein aus dem kniehohen Gras, wenn eine der Katzen wieder daran frisst. Wir beobachten wie ein Jungtier nach dem Anderen zum nächst gelegenen Akazienbaum wandert, unter den wachsamen Blicken von Mama. Als alle an dem etwa 40 Meter entfernten Baum versammelt sind, geht die Wanderung zurück.

   
Löwen 01 Löwen 02
   

Ein Junges nach dem Anderen kommt zum Fressplatz unter der Akazie zurück. Beschäftigung für Löwenkinder, nach dem Fressen. Einer der kleinen Kerle versucht doch ständig den Löwenvater zum Spielen anzustacheln, was aber überhaupt nicht gelingt. Dann ist erst mal wieder Ruhe, bis sich eine große Herde Oryxantilopen nähert. Die Antilopen haben Wind von den Löwen und von uns bekommen. Wie gut die Tiere sehen weiß ich nicht. Jedenfalls dauert es fast eine halbe Stunde bis alle Antilopen die Wiese überqueren und eine weitere halbe Stunde bis sie, nach dem sie erst noch mal umdrehen, in wildem Karacho an uns und den Löwen vorbei, über die Kuppe hinweg abtauchen. Nicht nur von uns, sondern auch von Seiten der Löwen wurde das Geschehen mit größter Aufmerksamkeit beobachtet. Bis zu vierzehn Löwenohren ragen aus dem Gras. Den Blick starr in Richtung der Antilopen geheftet. Als die letzte Antilope über dem Bergrücken verschwunden ist, sinken die Löwen wieder zurück ins Gras.

Wir wollen den Park noch etwas weiter entlang dem Nossob hinauf fahren. An der zweiten Querverbindung zwischen Nossob und Auob befindet sich der zweite Rastplatz. Es ist mittlerweile 1.00 Uhr und das überfällige Frühstück wird nachgeholt. Der Faktor Zeit kommt wieder zu tragen, denn wir wollen am Montag in Windhoek sein. So verlassen wir den Park, welcher bereits seit 1931 besteht und zu dem noch größeren angrenzenden botswanischen Gemsbock National Park keine Grenze für die Tiere darstellt, so dass hier je nach Jahreszeit und Niederschlägen die Tiere ihre Standorte wechseln können. An den Trockenflussbetten sind überall Wasserstellen, sie wurden damals für die Südafrikanischen Soldaten im Kampf gegen die Deutschen Schutztruppen in Deutschsüdwest eingerichtet. Ganz im Norden kann man von Unions End aus auch eine Tour in den botswanaschen Teil machen. Der Parkbesuch hat uns sehr gut gefallen, die Möglichkeiten sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Da heißt es wohl wieder kommen für uns Beide. Wir fahren noch ein Stück Richtung Rietfontein, die Sonne wird immer flacher, das Licht weicher. Endlose Zäune entlang der Piste, schließlich stellen wir unser Fahrzeug am Straßenrand für die Nacht ab.

   
Erdhörnchen Camp neben der Gravelroute
   

Sonntag, 19. März 2000

 

In der Vollmond hellen Nacht rasen doch noch einige Fahrzeuge vorbei. Nach Joga und Frühstück fahren wir nach Rietfontein. Das gesamte Dorf ist schön angezogen auf dem Weg zur Kirche, Sonntagsgottesdienst. Die Zöllner sind im Amt und problemlos passieren wir die Grenze. Die Beamten auf beiden Seiten sind sehr freundlich ... (klicke weiter auf Nambia)


 

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