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Lesotho 2000 |
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vom 03.Februar bis 17.Februar
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unsere Tour rote
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Donnerstag, 3. Februar 2000
Wir sind nach einiger Verzögerung nun
nach Lesotho aufgebrochen. Die Surferei hat uns völlig in ihren Bann gezogen.
Bei Wind, ging ich Windsurfen, war kein Wind, waren wir Internetsurfen.
Lesotho hat etwa 1.860.000 Einwohner auf einer Fläche von 30.335
Quadratkilometer, also so groß wie Belgien. Nennt sich amtlich „Kingdom of
Lesotho“, seine Majestät König Letsie III regiert. Es fanden 1993 freie Wahlen
statt, 1994 wollte er das Parlament auflösen. Demonstrationen der Anhänger, des
Premierministers Mokhele, verhinderten dies aber. Mit Ende der Apartheid 1994 in
Südafrika, haben sich mit Lesotho die politischen Beziehungen normalisiert. Der
Sani wurde gestern gepackt und es geht heute gegen 10.30 Uhr los. Wir fahren auf
der N1 über Paarl, umfahren den Hugenottunnel, indem wir den Du Toitskloofpass
nehmen. Auf dem Weg zum Pass begegnen wir einer Horde wilder Paviane. Ein
letzter Ausblick auf das Weinland bevor wir die Passhöhe überfahren. Wir
passieren Worcester und De`Doorns, beides größere Dörfer im sehr fruchtbaren Hexrivervallei gelegen, überqueren den Hexriverpaß und tauchen ein in die große
Karoo. Die Karoo ist hier sehr flach, da und dort sind mal rechts, dann wieder
links größere Erhebungen, wie die Witteberge und die Swartberge , welche
gleichfalls die Grenze zur kleinen Karoo bilden. Links zeigen sich die Komsberge
an die sich der Ort Beaufort West anschließt. Dieses Gebiet, welches nach Süden
hin von einem schönen Tafelbergmassiv gerahmt wird, ist Naturschutzreservat.
Hier soll die Karoo in ihrer Ursprünglichkeit erhalten bleiben. Leider wird
annähernd die ganze Karoo bewirtschaftet, so dass Sie durch Überweidung an
Ursprünglichkeit verloren hat. Beaufort West ist der Hauptort der großen Karoo
und ist das Zentrum für die Zucht von Merinoschafen. Der Herzchirurg Christiaan
Bernard, er hatte die erste Herztransplantation im Kapstädter Hospital
vorgenommen, wurde hier geboren. Wir fahren kurz hinter Beaufort West links ab,
den Rosesberg Pass hinauf und finden unmittelbar am Karoo Nationalpark einen
schönen Platz für die Nacht.
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Freitag, 4. Februar 2000
Die Nacht war kühl, es hat sich
Morgentau gebildet, so dass unser Zelt nass wurde. Langsam spielt sich die Routine
wieder ein und alles findet seinen Platz in unserem Auto. Um 9.15 Uhr brechen
wir zur Weiterfahrt auf. Als wir den 25 km langen Weg zurück, über den
Moltemo- und Rosenbergpass zur N1 fahren, sehe ich eine schöne
Felsformation und bitte Uwe zu halten. Mit ausgeschaltetem Motor
rollen wir bis mir die Perspektive gefällt noch eine Kurve weiter. Da steht
vor mir, ich bin völlig überrascht, ein Gefährt. Zwei Esel mit Fohlen, einem
Karren vorgespannt, der beladen ist und zwar ganz offensichtlich mit
dem ganzen Hab und Gut der Familie, samt Frau und Kindern. |
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Ein kleiner Welpe kommt auf mich zugelaufen, ich
bücke mich und locke ihn, nehme den Strick und führe ihn zum Karren. Hier hebe
ich das kleine Hundchen hoch und reiche es den beiden Kindern. Die Frau blickt
mich sehr nachdenklich an, nickt dankend. Der Mann treibt die Esel an aber das
Fohlen steht quer gegen die Brust der Zugtiere, so geht es also nicht. Eine
kleine Nervosität ist entstanden wohl wegen uns Zuschauern. |
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Das Fohlen wird an
die Seite der Eselmutter geschoben und langsam kommt das Gefährt ins rollen. Der
Vater hebt noch den alten Hund und ein etwa drei Monate altes Kätzchen auf den
Wagen. Mit scheuen Blicken der Kinder auf uns und begleitet vom Gegacker der
Hühner, zieht die Familie den Pass hoch. Wohin fragen wir uns und für was. |
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Genaugenommen ist die N1 die
Hauptverbindungsstrecke zwischen Johannesburg und Kapstadt und zieht sich
endlos anmutend durch die große Karoo. Die Karoo war
anfangs nur flach, ab Beaufort West wird sie von Tafelbergen gesäumt. Die Straße führt über Richmond
und Hanover, hier sehen wir eine Pferdezuchtfarm, wie kann es anders sein,
natürlich für Hanoveranerpferde. |
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In Colesberg holen wir uns noch Geldnachschub
und zweigen ab, um westlich des Gariep Dams entlangzufahren. Bei diesem Damm
handelt es sich um ein Staubecken für den Orangefluss, an das sich ein
Naturschutzgebiet anschließt. Der Tag ist wunderbar warm und sonnig. Zwischen
Eukalyptusbäumen finden wir einen herrlichen Platz unmittelbar am Wasser
gelegen. Mit Einbruch der Dunkelheit verziehen wir uns ins moskitosichere Zelt,
um uns vor diesen Plagegeistern zu schützen. |
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Samstag, 5. Februar 2000
Hier am
Staubecken des Gariep Dams erscheint uns die Vegetation der einer Savanne
ähnlich. Überall ausblühendes Gras. Diese Gegend wäre an sich Ideal für
die Viehzucht. Grüne Wiesen soweit das Auge reicht. Wir bemerken trotz der immer
grüner werdenden Landschaft kein Anzeichen von Ackerbau und Viehzucht. Von
Schafen, die in dem hohen Gras kaum zusehen sind, mal abgesehen.
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Um 7.00 Uhr
sind wir schon aufgebrochen. Weiter geht es über Venterstadt, Betbulie, dem
Staubecken flussaufwärts entlang. Wir erreichen Aliwal North mit
den heißen Quellen. Da unsere Arthritis- und Rheumaerkrankungen noch nicht soweit
fortgeschritten sind, haben wir auf ein Bad in den sulphathaltigen heißen
Quellen verzichtet. |
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Wir beschränken uns auf letzte Einkäufe und füllen die
Ersatzkanister 6x20 Liter. Nun halten wir uns weiter in Richtung Lady Grey,
biegen dort kurz vorher links ab, fahren über Sterkspruit bis zum Grenzübergang
Südafrika / Lesotho. Bereits auf der südafrikanischen Seite sind wir in eine
wunderschöne, von Tafelbergen gesäumte Landschaft eingetaucht. Es wird immer
grüner. Wir fahren stetig höher. Was uns sehr erstaunt, ist die Tatsache,
dass
selbst die Bevölkerung hier im Easterncape Staate sehr bescheiden lebt. Überall
sehen wir schon die für Lesotho typischen Stroh gedeckten Rundhütten. Der Weg
ist nun nicht mehr geteert und die Piste wird schlecht. In der Ortschaft
Sterkspruit werden Erinnerungen an die Souks in Marocco wach. Lautes lärmendes
Durcheinander, es gibt alles wenn man nur weiß wo. Es ist kein weißes Gesicht
mehr zu sehen. Schließlich treffen wir dann am Ende der schlechten Piste auf die
Grenzstation Tele Bridge. Die Südafrikanische Grenze, ein sympathischer junger
Mann unterbricht seinen Flirt auf der Terrasse und kommt ins Office um unsere
Pässe zu stempeln. Fragt nach woher und wohin, mehr obligatorisch als echt
interessiert. Am Fahrzeug empfängt uns ein ungewöhnlich großer Afrikaner, mit
Pistole am Gürtel und in Uniform. Will wissen was in den Tanks auf dem Dach ist
und in den Kartuschen im Auto. Beim Durchblättern der Pässe fällt mir auf, das
die Stempel nicht auf den richtigen Einreiseseiten sind, spreche ihn an. Wir
gehen zurück, er unterhält sich mit dem Bediensteten, der schon wieder mit dem
Mädchen redet. Hin und Her. Die Situation ist sonderbar aber sie versprechen
dass
es kein Problem für uns gibt. Wir ziehen weiter, über die Brücke nach Lesotho.
Tief durchatmen und ins Office. Die Dame kommt von der Terrasse nimmt unsere
Pässe in Empfang und wandert ziellos im Büro, welches sehr spärlich ausgestattet
ist umher. Ich sehe mir das an, derweil befragt uns ein schmächtiger Afrikaner
mit zerrissenem rosa Hemd, Lederkappe, Jeans, Pistole im Hosenbund nach dem
woher und wohin. Ich frage dann die Dame was ist, ach so, sie sucht ihren
Kugelschreiber. Als sie einen geliehen bekommt, sind wir schnell abgefertigt. Es
war kurz vor Feierabend, die Beamten waren allesamt gut drauf und wenn der
Kugelschreiber greifbar ist geht die Abfertigung ganz flott. Die Dame öffnet uns
per Hand die Schranke, wir passieren. Der Mann mit Pistole und Lederkappe winkt,
lächelt. Blendend weiße Zähne über einem rosaroten Hemdkragen, lässig offene
Knöpfe, nix Krawatte. In Lesotho fahren wir von Moyeni, „Platz des Windes“/
Quthing auf der A4 bis kurz vor Patlong, zunächst auf asphaltierter Straße
entlang dem Senqufluß. Er bildet zusammen mit dem Makhalengfluß den Orangefluß.
Beide Flüsse entspringen in Lesotho. Der Makhaleng kommt vom Bushmannspass und
fließt westlich entlang am Thaba Putsoa Gebirge. Er wird gespeist von vielen zum
Teil unbenannten Gebirgsbächen. Der Senqu, fließt östlich der Thaba
Putsoa Berge und wird vom Senqunyanafluß und vom Lambanefluß genährt. Auf dem
Weg zum Treffen mit dem Makhaleng schließen sich auch ihm viele muntere Bäche
aus den Bergen an. Wir folgen der sich
windenden Straße durch das fruchtbare Tal, links und rechts an den sich nach
oben reckenden Bergen wird im Terrassenanbau Landwirtschaft betrieben. Das Land
ist überwiegend Landwirtschaftlich genutzt. Nur 22% der Lesother sind im
Dienstleistungsbereich und in der Industrie tätigt. Heute ist Samstag und uns
fällt auf, dass die Frauen alle sehr hübsch gekleidet sind. Sie könnten auch als
adrett gekleidet in jeder größeren Stadt auftreten, von dem hier
unverzichtbaren Sonnen– und Regenschirm einmal abgesehen. Wir verlassen dann den Senqu, überqueren den Quthing, hier an der Brücke geht soeben eine Hochzeit zu
Ende, bunt, anders,
aber wohl sehr lustig. Der Lebefonyane Pass erwartet uns, er zieht sich endlos
nach oben auf ca. 2.500 Meter. Der Sani , so nennen wir unseren Nissan – Sani
Allrad , wird wieder sehr heiß und wir machen besser zur ergänzenden Kühlung des
Motors die Heizung an. Ab der Passhöhe bewegen wir uns nun permanent über 2.000
Meter Höhe. Einige Kilometer hinter Mphaki hört die asphaltierte Straße auf. Es
ist 17.00 und wir werden langsam müde. Überall Menschen.
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Es ist schwer einen
geeigneten Platz zum Übernachten zu finden. Letztlich schauen wir von einem
Balkon auf ein mit Felssäulentürmen umgebenes Tal hinunter.
Eine traumhafte Lage, die Sonne verabschiedet sich, Berge und Täler zeigen
sich in weichem gelb. Der ideale Platz zum Übernachten. Es ist angenehm warm
und windstill. Rundherum am Horizont bauschen sich Quellwolken in die Höhe. |
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Die Ruhe vor dem Sturm? Tatsächlich,
kaum zu Abend gegessen, nimmt der Wind stetig an Stärke zu. Auch die Wolken gewinnen ein bedrohliches Maß an
Höhe. Unser Dachzelt ist schon komplett aufgebaut. Bevor der Wind das Überdach
vollends herunterfegt, bauen wir dieses Teil vorsichtshalber ab. Wir vernehmen
erstes lautes Donnergrollen und die Blitze zucken immer in kürzeren Abständen
über den Himmel. Bevor der Wind möglicherweise noch Orkanstärke annimmt, bauen
wir vorsichtshalber unser Dachzelt ab und verharren so einige Stunden im Auto.
Das Gewitter zieht schließlich vorbei und der Wind legt sich, so dass wir doch
noch in unserem Zelt nächtigen können. Gute Nacht. |
Sonntag, 6. Februar 2000
Die Nacht war kurz. Gemütlichkeit ist
angesagt, so dass wir schließlich erst gegen 9.00 Uhr weiterfahren. Es stellt
sich die Frage ob wir eine, mit dem Auto befahrbare, Verbindung zu den
Wasserfällen von Semonkong, die höchsten hier, finden. Wir finden tatsächlich
den Wegabzweig wie in der topographischen Karte, Maßstab 1 : 500.000
eingezeichnet, obwohl hier nichts beschildert ist. Zum Thema Verkehrsschilder
kann ich nur sagen völlig unzureichend im ganzen Land. Das einzige was hier gut
beschildert ist, sind die Wege zu den Schulen. Unser Weg gestaltet sich sehr
schlecht. Als wir danach fragen, ob es möglich ist nach Semonkong zu fahren,
sagt man uns, es sei unmöglich, da der Fluss zuviel Wasser führt. Also drehen
wir wieder um und fahren auf der vorherigen A4 weiter. In einer starken Steigung
müssen wir 1 Std. warten, da hier ein Sattelzug stecken geblieben ist. Die
ungeduldigen Sothos sind schon dabei, an dem Sattelzug vorbei talwärts den Weg
etwas zu verbreitern. Wir müssen auch mit anpacken, sind wir doch schließlich
Mitnutznießer dieser Aktion. Jeder hilft mit, auch die Frauen. So richtig ernst
genommen wird der selbst ernannte „Leader“ dieser Baumaßnahme aber nicht. Zäh
und schleppend, mit viel umherschauen wie es hier üblich ist, beim Arbeiten,
geht es voran. Schließlich entlarvt sich die ganze Sache als eine sonntägliche
Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, da, als
gerade das erste Fahrzeug diese Passage passierte, das zur Hilfe gerufene
Abschleppfahrzeug ankam. Unter lachen und klatschen der Zuschauer wird der
Sattelzug zur Seite gezogen. In kürzester Zeit verteilen sich die Menschen
wieder in die Fahrzeuge und alle gehen ihren Weg. Daheim angekommen werden sie
was zu erzählen haben. Für uns geht es weiter über Sekeke, Tebellong bis kurz
vor den Ramatselisos Zollübergang. Überall sehen wir kleine Dörfer mit den für
Lesotho typischen Rundhütten. Hier und da schleichen sich aber auch schon Häuser
in rechteckiger Form mit ein. In den Ecken sollen angeblich gerne die Geister
wohnen. Es erstaunt, dass sich die Bevölkerung hier fast ausschließlich auf den
Maisanbau konzentriert. Hier und da werden Aprikosen- oder Opuntienfrüchte
feilgeboten.
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Bei WP 23 fanden wir einen schönen Rastplatz vor. Bei WP 24 nach
links Richtung Tsoelike abzweigen. Unser Übernachtungsplatz, wir befinden uns
auf einer Anhöhe in ca. 2.000 Meter Höhe, ziemlich genau auf der Grenze zu
Südafrika. Umgeben von Bergen campieren wir hinter einem großen Felsen, umgeben
von saftigen Weiden. Der Windschatten tut uns gut, wieder mal beginnt
es zu regnen. |
Montag,
7. Februar 2000
Die Nacht über hatte es durchgehend
geregnet. Die Hoffnung auf schönes Wetter ist zerplatzt. Im Unterland auf
südafrikanischer Seite hängt dick der Nebel. Auch befinden sich in den höheren
Hemisphären Wolken. Schließlich fahren wir gegen 9.30 Uhr weiter. Die Straße ist
nahe der südafrikanischen Seite gut ausgebaut, so dass wir auf über 2.000 Meter
Höhe über die Gebirgszüge der Drakensberge nur so dahin schweben. Der
Zollübergang Ramatselisosgate ist bald erreicht. So ziehen wir flott weiter bis
Sehlabathebe. Dort nehmen wir an der Gabelung den Abzweig nach links. Die Straße
wird schlechter. Wir quälen uns mit dem Sani auf den Matebeng Pass. Gerade zum
richtigen Zeitpunkt sind wir hier um eine phantastische Bergblumenblüte zu
erleben. Den ganzen Pass hoch begleitet uns die gelbe Blütenpracht.
Vereinzelte tief rote Flecken aloenähnlicher Blüten unterbrechen die satte
sonnenfarbige Decke, die sich auf den Berg gelegt hat. Ein kleines munteres
Bächlein speist alle mit dem nötigen Nass. Viele der Bauern sind heute mit den
Ponys unterwegs, wie wir erfahren kontrollieren sie die Pässe. Die Basuthoponys
sind kleine genügsame, den Berge gewachsene Tiere.
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Zum
Teil tragen sie aufwendiges Sattelzeug, die Besitzer sind sehr stolz und lassen
sich gerne fotografieren, natürlich auf Anfrage. Dann sitzen sie auf und die
Reiter ziehen weiter durch das leuchtende Gelb in Richtung Gipfel auf 3.000
Meter Höhe. Oben angekommen haben wir von der Passhöhe einen sehr schönen
Ausblick auf beide Seiten. Das Wetter hat sich sehr zu unserem Gefallen
gebessert. Nach Norden sehen wir ins Tal des Senqu hinab. Der Weg bis zum Fluss,
welchem wir, seit wir in Lesotho sind, dauernd begegnen, gestaltet sich dann
etwas schwieriger als erwartet. Mehrmals müssen wir Flussbetten durchqueren und an
den stark ausgewaschenen Stellen schon gut beobachten wo und wie wir am besten
diese Problemzonen überwinden. Kaum das Tal des Senqu erreicht, steigt der Weg
wieder stark nach oben an. Gedanken an den Übungstrail im Hexrivervalley werden
wach. Da sind wir aus Vergnügen steile Berge rauf geholpert und runter
gerutscht, jetzt ist es ernst und niemand kommt zu Hilfe, wenn ein Problem
auftaucht. Die Dörfer, die wir jetzt durchfahren besitzen noch ihre volle
Ursprünglichkeit. Die Mauern bestehen aus Holzästen und Lehm, ein paar Steine
dazwischen. |
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Die
Dächer sind mit Stroh gedeckt, warm und behaglich sieht das alles nicht aus. In
Lesotho ist es kalt im Winter. Die Menschen hier sind arm, müssen aber nicht
hungern. Kinder betteln nach Süßem.
Sie haben wohl mit ihrer Bettelei nach „sweet“ Erfolg gehabt. Leider fruchtet
die Bettelei nicht bei uns. Hier oberhalb des Senqu haben wir einen
wunderschönen Blick auf das Tal und die umgebene Bergkulisse. Nach Sehonghong
müssen wir abermals einen sehr steilen und schwierigen Anstieg nehmen. Ab
Sehonghong plötzlich ein Steinhaus gedeckt mit richtigen Dachziegeln. Wie kommt
das Material hier her. Dann auch noch ein Flugplatz. Die Frage klärt sich
schnell. Der Weg von hier ab Richtung Thaba-Tseka ist gut ausgebaut. Wir können
wieder so richtig rasen und finden an einem Fluss einen schönen Platz zum
nächtigen.
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Als wir beim Essen sind, finden sich auf der anderen Seite des Flusses Mädchen ein zum Holz sammeln und
schauen immer wieder verstohlen zu uns herüber. Solange wir uns hier im Land
aufhielten, nur nette Menschen die uns mit einem Lachen begegnen. So in etwa
müssen wohl auch die schwarzen Menschen den großen Eroberern begegnet sein.
Wollen wir es uns nicht mit ihnen verderben. |
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Dienstag, 8. Februar 2000
Auch heute Morgen hat uns wieder ein
Einwohner interessiert beobachtet. Was mögen das wohl für Wesen sein mit der
hellen Haut? Nach Rührei mit Speck fahren wir gegen 8.00 weiter nach Thaba Tseka.
Wir diskutieren darüber, ob es wirklich
sinnvoll ist die Straße so gut wie sie ist auszubauen. Was bringt es den
Menschen hier? Je besser die Anbindung, desto mehr ändert sich der ursprüngliche
Dorfcharakter. Wir hatten auf dem Weg vom Matebengpass hinunter wunderschöne
Dörfer gesehen. Sämtliche Häuser waren aus Baumaterialien aus der Umgebung
gebaut. D.h., Holzäste, Lehm, Stein und Stroh. Wir waren fasziniert. Oder sehen
wir alles nur bei heiterem Sonnenschein durch die Touristenbrille? Für uns
schaut es sich schön an, für die Menschen hier bedeutet es vor allem im Winter
ein hartes und bescheidenes Leben. Was denken die Menschen hier, wenn sie uns
gut ausgestattet hier durchfahren sehen? Was hilft den Menschen wirklich? Werden
sie durch Anteilnahme an den neuen Errungenschaften unserer Welt doch nur
verdorben? Was werden die Kinder machen wenn sie die Schule absolviert haben?
Werden dann die alten abgelegenen Dörfer aussterben? Ist dies dann ganz einfach
der Werdegang unserer heutigen Zeit? Wie auch immer, die Antwort wissen wir
nicht. Nur eines ist klar, welchen Weg auch immer dritte Weltländer gehen, ob
mit oder ohne Entwicklungshilfe, die Gewinner und Verlierer stehen heute schon
fest. Die hochindustrialisierten Länder mit ihren multinationalen Konzernen
werden die Sieger sein. Coca Cola lässt jetzt schon grüßen. Thaba Tseka ist kein
schmuckes Städtchen mehr. Das Dorfbild ist geprägt von viereckigen Steinhäusern,
Blechhütten, vielen Ladengeschäften und natürlich, wie kann es anders sein,
Müll.
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Hier und da verlieren sich noch die
ursprünglichen Rundhütten. Sind die Menschen jetzt glücklich? Weiter geht es
in Richtung Maseru. Der Karte und dem Führer nach geht es auf der A3 über 5 Pässe
nach Westen. Wir überqueren die Pässe Mokhoabong, Cheche. Weiter sollte es über
die Pässe Blue Mountain, Molimo Nthuse und Bushman`s Pass gehen. Wie eine
Fata Morgana erscheint plötzlich vor uns eine 1a – asphaltierte Straße. Sind wir
völlig falsch? Sind wir etwa schon nahe Maseru. Dann ein Polizeiposten. Unsere
Daten werden aufgenommen. Wir erfahren, dass wir uns im Gebiet des Mohaledamms
befinden. Also werden wir diesen vorher noch besichtigen. Es handelt sich um
eines der größten Staudammprojekte der Welt. Pretoria zahlt, bekommt dafür
Wasser und Lesotho den Strom. Wir sind überwältigt. Wie Spielzeuge fahren
die
Riesenlaster im Tal herum um vor der Staumauer reichlich
Steine aufzuschütten. Die Mauer selbst steht noch völlig am Anfang. Straßen
wurden bereits rundherum angelegt, die Stromleitungen wurden auch schon
aufgestellt, allerdings geht der Strom noch in die andere Richtung.
Aussichtspunkte für Interessierte wurden geschaffen und ein Infozentrum vom
Feinsten besteht auch bereits, allerdings ist das Gebäude innen noch völlig
leer. Aufgestaut werden soll der Senqunyane, ein Zufluss zum Senqu. In 2 Jahren
soll alles fertig sein. Wir fahren weiter die nunmehr bestens asphaltierte
Straße und sind froh, dass wir noch ein ruhiges Plätzchen finden. Der Staudamm
schafft Arbeitsplätze bis hin zur Prostitution. Die Stimmung der Menschen ist
ganz anders hier als wir es bisher erlebt haben. Ein spontanes winken oder
lächeln ist hier selten. Eindeutige Gesten von einigen halbwüchsigen Burschen
lassen mich sicher werden, hier möchte ich als Frau nicht alleine unterwegs
sein. |
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Mittwoch, 9. Februar 2000
Die Nacht brachte ein Gewitter mit
reichlich Regen. Am Morgen ist es noch bedeckt und die letzten Reste der
Regenwolken hängen träge über den Höhenzügen. Vor dem Frühstück taucht ein Hirte
samt Pferd auf, der seine Kühe sucht. Wir können ihm nicht helfen. Gegen 7.30
Uhr fahren wir weiter. Die 2 folgenden Pässe überfahren wir im Eiltempo und
schweben hinab in das Caledon Low Land. Mehr
Menschen, mehr Landwirtschaft. Auch können wir wieder so richtig volltanken für
2,65 Rand der Liter Superbenzin. Die Landeswährung sind eigentlich Malotti,
aber bedingt durch die Zollunion mit Südafrika kann alles mit dem
Südafrikanischen Rand bezahlt werden. Maseru, die Hauptstadt von Lesotho
mit ungefähr 120.000 Einwohner hat nichts Besonderes zu bieten.
Althergebrachte Läden und neu erbaute moderne Geschäftshäuser. Große stattliche
Bankgebäude, neben einem noch im Aufbau befindlichen Touristenzentrum.
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Dazwischen die Sothos,
die wie gewohnt
seit vielen Jahrzehnten, ihre Waren und Erzeugnisse vom Land zum Tausch
beziehungsweise Verkauf in die Stadt bringen. Es wird sich in einigen Jahren
zeigen wer das Geschäft macht. Mehr als 40% der erwerbstätigen Männer arbeiten
als Gastarbeiter in den Minen von Südafrika. Der Vorstadtbereich ist
durchzogen von Kleingewerbe, armseligen Hütten und Müll. Überall wird getan und
gemacht. Die Kontrolle über eine gut strukturierte wachsende Stadt hat hier
niemand. Das Chaos hat freien Lauf . Wir sind und fühlen uns wirklich wie in
Schwarzafrika. Über die A1 wollen wir nach Norden auf das Dach von Afrika. Es
geht nach Teyateyaneng, bedeutet „ Schneller Sand“, Leribe und Butha - Buthe.
Butha - Buthe heißt übersetzt „ Ort wo man sich niedergelassen hat“. Hier gibt
es noch einen lebendigen Markt. Wir erwerben zur Freude aller um uns herum eine
Musikkassette mit traditioneller Musik. |
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Ab jetzt nähern
wir uns langsam dem Maluti Massiv. Wir überqueren den Moteng Pass, fahren an der
New Oxbow Lodge vorbei. Hier befindet sich mit 2 km Länge die längste
Langlaufloipe vom südlichen Afrika. Das Skigebiet verfügt über keinen Lift,
sonder die Sportler werden via 4x4 Fahrzeug wieder nach oben geschafft. |
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Es folgt der
3.000 Meter hohe Mahlasela Pass, es ist leicht windig und recht kalt. Wir packen
uns warm ein, machen ein Lagerfeuer, bauen das Zelt auf und hoffen für morgen
auf besseres Wetter, zumindest mehr Wärme in den tieferen Regionen. |
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Donnerstag, 10. Februar 2000
Die Nacht über kam ein heftiger Wind
mit viel Regen auf. Am Morgen regnet es immer noch und es ist sehr nebelig. Wir
sehen die Hand vor Augen nicht. Es erübrigt sich bei solch einem Wetter
weiter zu fahren, denn wir wollen doch die
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Gegend sehen. Also beschließen wir zu
bleiben, harren also den
ganzen Tag hier oben aus. Über Radio SAFM hören wir, dass im Norden und Osten von
Südafrika heftige Regenschauer niedergingen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wir
verbringen die Zeit mit lesen und kurzen Spaziergängen in den Schauerpausen.
Auch die folgende Nacht regnet es weiter, wir hoffen, dass unser Dachzelt dicht
bleibt. |
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Freitag, 11. Februar 2000
Am Morgen regnet es immer noch. Es ist
aber etwas wärmer geworden. Für einen kurzen Moment können wir ein Stück blauen
Himmel erblicken und durch die Wolkendecke hindurch die Sonne erahnen. Für
Pietermaritsburg und Durban werden auch für heute Regenschauer erwartet. Wir
wollen aber nicht noch einen Tag hier ausharren und verzichten somit auf den
Ausblick vom Dach Afrikas. Wir überfahren weitere 3 Pässe mit Passhöhen weit
über 3.000 Meter. Als wir dann unterhalb
von 3.000 Meter kommen, haben wir wieder etwas Sicht, wenn auch unter der
Wolkendecke. Die Bewölkung reißt auf, wir freuen uns als sich die Sonne endlich
wieder blicken lässt. Die Hirten sind auch bei diesem schlechten Wetter mit ihren
Herden unterwegs. Sie tragen eine Schafswolldecke um die Schultern und einen ein
Meter langen Stock als Hirtenstab. Je nach Kälte wird die Decke fester gewickelt
oder bei Wärme eben lose und locker gehangen. Darunter tragen die Männer
meistens nur Tücher zu kurzen Hosen geschlungen und mit großen Sicherheitsnadeln
festgesteckt. Dazu obligatorisch lange Socken bis zu den Knien reichend und
Gummistiefel. Diese Bekleidung sieht unwahrscheinlich gut aus und ist aus
mehreren Gründen praktisch. Die Burschen und jungen Männer sind sich ihrer
Wirkung sehr wohl bewusst und tragen diese traditionelle Hirtenkleidung mit
Stolz. Die älteren Männern sind meist mit langen Hosen bekleidet. Von hier kommt
die Wolle der Mohairziegen .
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Wir wollen eine Querverbindung zum Katse Damm fahren,
zumal es jetzt auch wieder beginnt abzutrocknen. Wir kommen bei einem
Hirtenlager vorbei und erleben, dass diese Menschen hier unter erbärmlichen
Umständen hausen. Ein Rudel Hunde begrüßt uns wild bellend und in die
Autoreifen beißend. Die beiden halbwüchsigen Burschen betteln um Zigaretten,
einer pinkelt ungeniert in meine Richtung. Als er merkt das ich zur Seite sehe,
macht er sich richtig seinen Spaß daraus mir sein Genital zu zeigen. Die Beiden
kichern und lachen warum auch immer. Wir fahren weiter bergauf,
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dann
wird der Weg immer miserabler, am Himmel bilden sich bereits schon wieder
schwarze Wolken, so dass wir beschließen besser umzukehren. Wir haben zwar einen
Geländewagen, nur ist die Gefahr, dass wir uns hier festfahren bei all dem
Matsch, vor allen Dingen sollte es wieder beginnen zu regnen, sehr groß. Auf
Hilfe können wir hier absolut nicht rechen. Also wieder zurück, vorbei an den Hirten und weiter über die asphaltierte Straße Richtung Mokhotlong. Kurz hinter Mapholaneng begegnet uns eines der wenige
Verkehrszeichen auf unserer Reise.
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Es weißt uns den Weg nach Thaba Tseka, also
biegen wir rechts ab. Auch hier handelt es sich um einen 4x4 Wheel
Drive. Diese Querverbindung beginnt weitaus besser wie die zuvor. Das Wetter
zeigt sich jetzt von seiner schönsten Seite, die Gewitterwolken weit im
Rücken, winden wir uns immer weiter die Berge hinauf. |
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Bei einer kurzen Rast werden wir wie Marsmenschen
von 4 Afrikanermädchen betrachtet.
Der Weg schlängelt sich immer weiter hoch. Über uns braut sich ein Gewitter
zusammen. Es blitzt und donnert. Dann ergießt sich der Regen. Wir wollen den
Berg hoch und uns strömt auf dem Weg der überflutete Bach entgegen mit seinem
schwarzes Wasser. Überall wird von dem starken Wassermassen Mutterboden
mitgerissen. Es schüttet was das Zeug hält. Der Weg wird immer schlechter und
fürchterlich glitschig. Es ist schon spät am Tag. Dann verfranzen wir uns auch
noch mitten in dem überschwemmten Dorf, dessen Hütten wie Schwalbennester am
Hang kleben. Wir müssen ein Stück umkehren. Die Kinder beobachten unser tun. Sie
lachen, winken, betteln, den Ernst unserer Situation nicht erkennend. Wir
fahren auf der glitschigen Erde den nun stark ausgewaschenen Weg immer weiter
hinauf. Der Geländewagen rutscht in die tiefen Fahrspuren, die Vorderachse setzt
mehrmals auf, alle Räder drehen in dem Schlamm durch. Nach mehreren Anläufen passieren
wir schließlich diese schmierige, steile und stark nach unten abfallende
Stelle. Eine Kurve, was kommt danach? In diesem Moment sehen wir rechts vom Weg
eine Plattform, wo wir den Wagen gut parken können. Auch haben wir uns
mittlerweile vom letzten Ort ziemlich weit fortbewegt. Am gegenüberliegenden
Hang ist ein Hirtenlager. Wir sind genervt. Es regnet noch leicht. Wir haben
größte Zweifel, dass wir noch auf dem richtigen Weg sind. Müssen wir umdrehen,
fragen wir uns? Wie wieder runter in diesem Schlamm. Das Gewicht des Fahrzeugs
drückt gnadenlos und schnell rutscht man mal den Hang hinab. 5 km schwieriges
Gelände hinter uns, 35 km Ungewissheit vor uns! Nach vorne oder lieber wieder
zurück? Keine schöne Denkaufgabe auf dem Weg ins Bett. |
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Samstag, 12. Februar 2000
Die Nacht über haben wir recht gut
geschlafen. Sicherlich hat dazu beigetragen, dass der Regen die Nacht über
aufgehört hatte. Die Sterne fingen so richtig an zu funkeln. Am Morgen werden
wir noch weit vor Sonnenaufgang von einem Hirten geweckt, der mit seinen Kühen
spricht und die Kühe mit ihm. Wir würden gerne verstehen was er so alles mit
seinen Kühen spricht, da der Redefluss kein Ende nimmt. Dann kommen 2 weitere
Hirten hinzu. Alle nähern sie sich dem Marsmobil. Dann entdecken sie die zwei
gr... , nein weiße Marsmenschen in ihrem Zelt und sie beobachten uns annähernd
eine Stunde. Sie sind andauernd am tuscheln und kichern. Wir wüssten gerne was
sie wohl untereinander erzählen. Bei wolkenlosem Himmel geht die Sonne auf, das
ist dann doch wichtiger als wir. Die Hirten wenden sich für die Minuten des
Sonnenaufgangs der
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östlichen Richtung zu. Die zwei
Marsmenschen bewegen
sich aus ihrem Marsmobil. Jede unserer Handlungen wird bis ins Detail
betrachtet. An Austreten ist jetzt nicht zu denken. Also erst frühstücken. Wir
hatten auf dem Markt von Bhuta Bhute die Tonbandkassetten mit afrikanischer
Musik aus Lesotho gekauft und legen eine Kassette ein um zu sehen wie die Hirten
reagieren. Sie fangen spontan an zu tanzen. Wir sind fasziniert. Eine
lockere Atmosphäre entsteht, es ist richtig schön. Zwischendurch werden Kühe zur
Ordnung gerufen, die zu weit in die Maisfelder vordringen und die Hunde ermahnt,
die zu nahe an unsere Vorräte kommen. Erst als wir wirklich anfangen
aufzubrechen kommen sie näher, wollen anfassen und fragen nach Geschenken. Da es
offensichtlich ist, das wir nun gehen, ziehen die Hirten singend und pfeifend
mit ihren Tieren ab. Sie verstehen es auch hervorragend mit den Basothoponys
umzugehen. Sie reiten ohne Sattel genauso gut wie mit.
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Gabi geht dann den Weg weiter nach oben
zu Fuß, um zu sehen wie es mit dem Streckenverlauf aussieht. Dann lokalisieren
wir mit Hilfe des GPS unsere Position auf der Karte. Wir sind nun doch der
Überzeugung auf dem richtigen Weg zu sein. Auch verläuft der Weg wieder
etwas besser wie gestern. Also beschließen wir weiter zu fahren, in die
ungewisse Richtung, dies bei schönstem Wetter. |
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Wir erreichen eine Passhöhe und der Weg ist zunächst in einem guten
Zustand. Was wir aber vermissen sind Reifenspuren von anderen Fahrzeugen. Die
Antwort warum es so ist, folgt umgehend. Der Weg wird dramatisch schlechter.
Uns plagen Zweifel. Sollen wir nicht doch besser wieder umdrehen. Der Karte nach
müssen wir am Schluss noch kurz vor Thaba Tseka den Fluss welcher vom Katsedamm
abfließt überqueren. Was wenn der Wasserpegel zu hoch ist? In jeder Ortschaft
wird gebettelt. Dann treffen wir auf ein Dorf, es wird wieder gebettelt mit
einer von uns noch nicht erlebten Heftigkeit und keiner will uns so recht den
Weg durch das Dorf weisen. Schließlich gelingt es uns dann doch den richtigen
Weg zu finden. Es geht brutal steil am Berghang hinunter. Mit einem Weg hat das
nichts mehr gemeinsam, heftige Regenfälle haben hier ein übriges getan. Für
Maßnahmen, die Strecke passierbar zuhalten, fühlt sich wohl keiner zuständig.
Hin und wieder setzt das Fahrzeug auf. Wir bewegen, mehr schaukelnd und hopsend,
als fahrend, das Auto Meter für Meter über die großen Steinblöcke hinab. Die
seelische Anspannung steigt, die Situation ist sehr gefährlich und uns wird
klar, hier gibt es kein zurück mehr. Was tun wir, wenn wir unten nicht
durchkommen und womöglich wieder Regen einsetzt. Wie sieht der Fluss am Ende des
Tales aus? Fragen auf die uns Niemand eine Antwort geben kann. Jetzt müssen wir
zweimal ein tieferes Flussbett durchfahren, wir räumen die dicken Steine zur
Seite. Leichtfertig wollen wir die Ölwanne nicht aufs Spiel setzten. Es geht
mehr schlecht als recht weiter. Immerhin nähern wir uns im Gegensatz zu vorher
wieder Thaba Tseka, doch sind noch 30 km zu bewältigen. Nach schwierigsten
Passagen auf immer noch sehr schlüpfrigen Wegen treffen wir dann an mehrere
Gebäude in denen sich weiße Menschen befinden.
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Es
ist auch schon lange her, dass ich mich so gefreut habe ein Auto in fahrbereitem
Zustand zu sehen. Wir fühlen uns Beide unglaublich erleichtert, es handelt sich
um die von Amerikanern geleitete Missionsstation Bobete. Wir werden zu einer
Cola eingeladen und bekommen das Gelände gezeigt. Wir haben uns zwar jetzt
wieder verfahren aber der Pater, der gar nicht wie ein solcher aussieht, erklärt
uns den Weg. Er ist ganz neu und noch nicht in unserer Karte eingezeichnet. Wir
machen uns frohen Mutes wieder auf den Weg. In sanften Serpentinen führt die
Straße nach unten zum Fluss den wir noch überqueren müssen. Es ist völlig
unmöglich anzufangen hier Steine wegräumen. Das Wasser ist zu tief und die
Strömung viel zu stark. Uwe hat das Gefühl, dass vor lauter Angstschweiß der
Wasserpegel noch mehr ansteigt. Der Sani hoppelt
dramatisch durch das Wasser. Es ist tiefer als es auf den ersten Blickt
erschien. Dann geht das Auto auch noch aus mitten im Fluss, springt Gott sei Dank
wieder an, so dass wir die Flussdurchquerung fortsetzen können. Gut wieder auf
dem Trockenen gelandet, dass war schon mehr als wir uns so vorgestellt haben.
Jetzt ist das Schlimmste geschafft und wir kommen auf die Verbindungsstraße
zwischen Katsedamm und Thaba Tseka. Der Katsedamm, ein riesiges Projekt
enttäuscht uns. Aber ehrlich gefragt, was hätte uns nach diesem Tag, der
angefüllt war von Anspannung und Aufregung, noch vom Hocker gerissen. Auf
einem eingezäunten Platz einer Missionsstation können wir übernachten und sind
froh einmal wieder rechtzeitig einen ruhigen Platz gefunden zu haben. |
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Sonntag, 13. Februar 2000
In der Nacht fing es wieder an zu
regnen. Glücklicherweise lockerte die Bewölkung am Morgen wieder auf, so dass wir
im freien in Ruhe frühstücken konnten. Der netten Dame von der Mission ließen
wir eine Tüte mit Lebensmitteln und 2 T-Shirts da. Wir fahren über Thaba Tseka
in Richtung Mokhotlong, den “Ort des kahlköpfigen Ibis“. Der Senqu lässt sich
ohne Schwierigkeiten überqueren. Auf dem Weiterweg wird uns heute so richtig
bewusst, wie hartnäckig und frech die Kinder betteln.
Give me sweet, give me
money, give me ..., und dies in einem lauten aggressivem Ton.
Es flog auch schon ein Stein. An der
Weggabelung Mokhotlong / Sanipass biegen wir gleich rechts zum Sanipass ab, da
wir noch ausreichend Benzinvorräte dabei haben. Wir durchfahren einen
wunderschönen Canyon. Dann zwei Hirten auf Pferden vor uns. Damit die Pferde
nicht scheuen fährt Uwe extra etwas langsamer. Erst machen die beiden Hirten
kein Platz, dann deuten sie an etwas zu rauchen haben zu wollen. Es gibt aber
nichts. In der schweren Steigung, der Sani ist kein Porsche, reitet der Hirte
wieder an uns vorbei und schneidet uns den Weg ab und das Thema rauchen wird
erneut gedeutet. Diese unglaubliche Hartnäckigkeit der Burschen erstaunt uns.
Wir fahren weiter, sie lassen nicht locker, also nehmen wir das Duell auf.
Irgendwann muss das Pferd verschnaufen und wir setzen die Fahrt wieder
gemütlicher fort. In Lesotho wird auch Marihuana angebaut und nach Südafrika
geschmuggelt. Ob die Reiter Zigaretten haben wollten oder aber uns was zum
rauchen anbieten wollten wissen wir nicht. Am Sanitop soll sich ein Chalet
befinden. Dort ist aber nur ein Laden mit Waren speziell für die Hirten hier
oben. Also decken wir uns mit einer typischen Schafwolldecke und Satteltaschen
ein. 1 KM weiter soll sich das Chalet befinden. Als wir aus dem Laden kommen
können wir vor lauter Nebel nur noch 10 Meter weit sehen. Also tasten wir uns
langsam weiter. Plötzlich ein geschlossenes Tor vor uns. In einem Nebengebäude
fragen wir wo wir uns befinden. Es ist das Zollamt und die Beamten haben völlig
vergessen, dass sie im Dienst sind. Im TV läuft ein Fußballspiel. Es spielt
Kamerun gegen Tunesien. Es steht 3:0. Trotzdem haben sie die Zeit uns den
rechten Weg zu dem Chalet zu weisen.
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Dort ist es recht gemütlich und einen
Platz zum Stehen für den Sani gibt es auch. Der Name unseres Wagen beruht
eben genau auf diesem Pass. Wir bauen das Zelt auf. Wir können in einem der
Häuser kochen. Es ist schön geheizt. Wir sind froh hier zu sein, denn
draußen fängt es an in Strömen zu regnen. |
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Montag,
14. Februar 2000
Trotz anhaltender Schauer bleibt alles
im Dachzelt trocken. Glücklicherweise hört es am Morgen auf zu regnen.
Ursprünglich wollten wir auf den Ntabana Ntlenyana, dem höchsten Berg mit 3.482 m
im südlichen Afrika, gehen. Doch der Boden ist viel zu durchnässt, wir
beschließen den Sanipass zur Südafrikanischen Seite hin abzufahren. Die
Passstraße ist nicht besonders anspruchsvoll, landschaftlich aber ist es hier
wunderschön. Die Drakensberge zeigen sich hier von ihrer typischen Art mit den
runden Säulenbergen. Wir merken sofort, dass wir uns wieder in Südafrika
befinden. Alles sehr gepflegt und ordentlich. Auch tauchen jetzt wieder viele
Lodges auf. Das Sanipasshotel wartet sogar mit einem Golfplatz auf. Der Ort
Underberg ist ein reiner Touristenort. Weiter geht es über Kokstadt, wo wir noch
so einiges einkaufen. Uns fällt auf, dass es der vorwiegend schwarzen Bevölkerung
hier gar nicht so schlecht geht, oder haben wir soviel anderes gesehen? Wir
wollen zum Mkambati Nature Park an der Wildcoast. Wir fahren von der Provinz
Kwazulu Natal in die Provinz Eastern Cape und begeben uns in das Gebiet der
ehemaligen Transkei mit seiner Hauptstadt Umtata. Es war schon seit 1963
unabhängiges Homeland der Khosas. Hier sollte man besser bei Nacht nicht mehr
mit dem Auto unterwegs sein. Die Gegend ändert sich zunehmend. Die Zäune
verschwinden und das ganze Land ist zersiedelt. Überall vorwiegend Rundhütten
und nur noch klein angelegte Felder auf denen überwiegend Mais angebaut wird.
Kühe und Ziegen, alles läuft frei umher. Eigentlich befinden wir uns auf einer
Autobahn. Das ist nicht das Südafrika wie wir es vom Westerncape kennen. Strom
gibt es fast nirgends. Wir nehmen auch davon Abstand zum Nkambati Naturepark zu
fahren. Er gilt zwar als Geheimtipp, doch soll sich dort lediglich ein Kiosk und
ein Campingplatz befinden. Wir fahren nach Port St. Johns, es liegt auf unserer
Route nach Hause. Es soll der Haupttouristenort an der Wildcoast sein. Auf dem
Weg dort hin nur Schwarze. Die Vegetation wechselt schlagartig, wir sind im
tiefsten Tropenwald. Einzelne Hütten verstreut in den wild bewachsenen Hügeln.
Der Ort selber bietet einen recht trostlosen und beklemmenden Eindruck. Es ist
schon recht spät und wir nehmen gezwungenermaßen mit einem schlechten
Campingplatz vorlieb. Es regnet wieder.
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Dienstag, 15. Februar 2000
Heute ist uns das Wetter wieder gut
gesonnen. Als wir aufstehen, scheint die Sonne. Die Nacht war laut. Wir befinden
uns quasi in den Mangrovenwäldern von Port St. Johns und so allerlei Vögel haben
ihr Konzert die ganze Nacht über gegeben. Wir gehen an den Strand der Wildcoast.
Hier sieht es in etwa so aus wie die Küste der sogenannten Gardenroute. Auch
herrscht hier subtropisches Klima vor. Warum sich trotzdem nur wenig Feriengäste
hier her verirren liegt daran, dass alles, fast überall in der ehemaligen
Transkei eher schmutzig wirkt und es letztlich meist auch ist. So hält uns hier
nichts und wir fahren weiter nach Umtata, in die Hauptstadt der Transkei. Auch
hier ist deutlich, dass man sich in Afrika befindet.
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Nur Schwarze und eine reges
Treiben auf der Straße. Allerdings
sind auch hier schon die großen Unternehmen wie Woolworth, Shopright, Spar und
all die Franchaisenehmer der großen Ketten vertreten. Auch Nelson Mandela kam
aus dieser Gegend. Wir fahren die N2 nach East London. Das Land ist völlig
zersiedelt. Weit zerstreut sehen wir die Rundhütten der Xhosas. Obwohl es sich
hier um fruchtbares Land handelt wirft es keinen effizienten Ertrag ab. Im
Gegenteil, die Transkei könnte nicht auf eigenen Beinen stehen. Die Orte Idutywa
und Butterworth bieten das gleiche Bild. Als wir nach East London kommen ändert
sich das gesamte Landschaftsbild. Alles ist gepflegt. Wir sehen wieder große
Farmen. East London ist eine ordentlich strukturierte Stadt mit einem großen
Hafen an der Mündung des Buffelflusses. Auch Daimler Crysler produziert hier. 15
KM danach finden wir an der Küste bei Kidd`s Beach einen geeigneten Platz für
die Nacht. Es bläst ein starker Westwind. |
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Mittwoch, 16. Februar 2000
Die Nacht über haben wir ein brüllen
oder röhren vernommen. Handelt es sich um irgendwelche Meeressäuger? Am Morgen
stellen wir fest, dass das Brüllen von Kühen verursacht war. Auf der R72 geht es
nach Port St. Albert. Obwohl wir in dem Gebiet der ehemaligen Ciskei fahren,
sieht es hier im Gegensatz zu der Transkei gepflegt aus. Die Küste ist von
Sandstränden gesäumt. Überall befinden sich gut erschlossene Badebuchten. Der
gesamte Bereich wird wohl nicht von der schwarzen Bevölkerung organisiert. Port
St. Albert ist ein wunderschöner Badeort. An Port Elisabeth, der Autostadt,
fahren wir mehr oder weniger nur vorbei. In Jeffreysbay machen wir kurz halt und
betrachten die Surfer beim Abreiten der längsten Linkswelle der Welt. Wir fahren
dann durch den Tsitsikamma Park über die N2 weiter, besichtigen einen großen 600
Jahre alten Yellowwoodbaum. Kurz vor einer Mautgebührenstelle überqueren wir
eine Brücke auf der die tiefsten Bungeejumpingsprünge gemacht werden können.
Leider sind wir heute schon zu spät. Zeit sich nach einem Übernachtungsplatz
umzusehen. Wir sind sehr bequem und übernachten auf einem Topcampingplatz kurz
vor Plettenbergbay.
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Donnerstag, 17. Februar 2000
Früh am Morgen besuchen wir den
wunderschönen Strand und sehen eine milchige weiße Sonne aus dem Indischen Ozean
aufsteigen. Weiter geht’s über Knysna, Wilderness, George, Mosselbay. Jetzt
verlässt die Straße die Küste und zieht sich ins Landesinnere. Überall nur
Getreidefelder. Ist das die Kornkammer Afrikas? Dann erreichen wir die Ebene der
Kapstadt Region. Zur linken Seite nur Slums in der Umgebung des Flughafens. Wir
hatten die letzten 2 Wochen so vieles gesehen und fragen uns, was macht es so
erstrebenswert für die schwarze Bevölkerung, hier in den Randbezirken einer
Großstadt in Blech- oder schäbigen Holzbehausungen zu wohnen. Stehen alle diese
Menschen in Arbeitsaufgaben? Vorwiegend wohnen hier Xhosas, durch deren Gebiete
wir vorher gefahren waren. Was macht die Lebensqualität aus. Oder stellt dies
lediglich eine Übergangslösung dar. Satteln sie dann um in ein Haus aus Mauern
mit Strom und sanitärer Anlage? Die Zeit wird es zeigen.
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Von
einem Unbekannten Dichter aus Südafrika
Wenn ich zur Welt komme, bin ich
schwarz
Wenn ich aufwache, bin ich schwarz
Wenn ich krank bin, bin ich schwarz
Wenn ich in die Sonne gehe, bin ich
schwarz
Wenn ich friere, bin ich schwarz
Wenn ich sterbe, bin ich schwarz
Aber Du!
Wenn du zur Welt kommst, bist Du rosa
Wenn Du aufwachst, bist Du weiß
Wenn du krank bist, bist Du grün
Wenn du in die Sonne gehst, bist Du rot
Wenn Du frierst, bist Du blau
Wenn Du stirbst, bist Du grau
Und Du wagst es, verdammt noch mal mich
einen Farbigen zu nennen.
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