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Libyen |
Unser
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unsere Route durch Libyen |
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| Es macht die Wueste schoen, dass sie irgendwo einen Brunnen birgt ( aus d. kl. Prinz). Libyen das Land der Wueste und der Oasen. Libyen ist 1.175.560 km² gross und hat etwa 5.593.000 Einwohner. Wir haben grosses Glueck und koennen am 28.2. nach Libyen einreisen. | ||
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| Die folgenden 19 Tage geniessen wir sehr, angetan vonwunderschoenen Landschaften und ueberzeugender Gastfreundschaft, wollen wir Libyen sicherlich wieder einmal bereisen. Unsere Route fuehrt von Sabratha ueber Ifren und Dari nach Gadhames. | ||
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| Ausserhalb der Stadt verbringen wir an den Seen die Nacht und am Morgen pfeift uns der erste Sandsturm um die Ohren, das ist ja eine leidenschaftliche Begruessung. In Gadhames besichtigen wir die Altstadt und versorgen uns mit frischem Gemuese. Wir begegnen erstmals den Soehnen der Wueste. Auch die Tuareg kaufen hier auf dem Markt. Das Land da draussen, so nennen sie die Wueste. Die erste laengere Pistenstrecke nach Idri steht bevor und wir | ||
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| erreichen nach vier Tagen Sebah, die Hauptstadt des Fezzan. Gestern wurden wir mit Brot beschenkt und heute, kaum steigen wir aus, spricht uns ein ehemals in Deutschland berufstaetiger Libyer an. Hilfreich unterstuetzt er uns in Sachen Autowerkstatt. Die Nacht verbringen wir auf seiner Farm. Hier koennen wir die Versorgung der Kamele beobachten und bei gegrilltem Hammel duerfen wir alles fragen was uns interessiert. | ||
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| Freitag 9.Maerz 01. Fuer zwei Tage tauchen wir ein in das Duenenmeer des Erg Ubari und besuchen die Mandaraseen und den Gabroonsee. Traumhaft schoen dieser Duenenritt und einsam. | ||
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| Auf der Durchreise erleben wir Murzuk. Wo einst der Sklavenhandel bluehte ist heute ein lebendiger Frauenmarkt. Nicht falsch zu verstehen! Die Frauen fuehren hier die Geschaefte. Mehr oder weniger verschleiert bieten fast ausschliesslich Frauen die Waren an. | ||
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| Sonntag 11.Maerz 01, fuer die naechsten fuenf Tage sind wir wieder in der Wueste. Ueber Wau el Kebier steuern wir das besagte achte Weltwunder, den Wau el Namus an. Ein gewaltiger Krater den der Vulkan aufgebaut hat. Mit einem Durchmesser von gut zwei Kilometern kommt der Umfang auf etwa 10 km. Am fruehen Morgen wandern wir zum Sonnenaufgang in den Krater hinab und besteigen den inneren Krater. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick auf die von Schilf eingesaeumten Seen. Am Rueckweg, als wir die Seen passieren, erleben wir auch hautnah, warum der Wau el Namus den Spitznamen Mueckenkrater traegt. Tausende der blutsaugenden Plagegeister verfolgen uns bis zum Auto. Weitere drei Tage schliessen sich an, in denen wir Wueste pur erleben, dann erreichen wir Tazerbo. In diesen Wuestentagen lernen wir nicht nur Wasser sparen, sondern auch den Gebrauch von Sandblechen und Schaufeln. Trotzdem, oder gerade darum ist es so schoen. | ||
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| In Tazerbo werden wir sehr herzlich aufgenommen. Mit der freundlichen Hilfe von Mussa Suleiman Mohamed gelingt es uns einen grossen Dieselvorrat zu bunkern (Gesamt 1,5 t Diesel fuer 3 Fahrzeuge, Ltr. DM 0,16). So ist es uns moeglich, den grossen Sprung in den Sudan zu machen ohne die Oase Koufra anzufahren. An diesem Tag in Tazerbo macht uns Mussa mit | ||
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| seiner ganzen Verwandtschaft bekannt, wir duerfen im wahrsten Sinne des Wortes hinter den Schleier sehen. Die Frauen zu den Frauen, wo unter viel Lachen das Wesentliche ausgetauscht wurde. Die Maenner auch unter sich, was da gesprochen wird bleibt verborgen. Wir sind in drei Haeusern und werden ueberall wohlwollend und herzlich aufgenommen. Am 18.Maerz 01 beginnt unsere Schleichfahrt um Koufra und den Jebel Aweinat. Viele Kilometer folgen wir einer Karawanenspur, sie ist gesaeumt mit Gerippen von Tieren, die den Weg nicht mehr geschafft haben. Immerhin legen die Tiere, die 1.200 km von Dongola im Sudan nach Koufra zu Fuss zurueck. Uns steht fuer diese Strecke der Landrover beiseite. | ||
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| Wir machen uns auf und verschwinden im Duenenmeer des Jebel Aknus, eine spannende Weg- und Routenplanung ueber zwei Tage. Duenenzuege muessen zum Teil grossraeumig umfahren werden. Gutes Kartenmaterial und GPS sind als Voraussetzung gegeben und alles klappt bestens. Sehr leise verabschieden wir uns von einem Land und seinen Menschen. Unglaublich viel Freude haben wir hier gefunden. | ||
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Wenn du in die Wueste eintauchst, dann hoere auf dein Herz. Manchmal ist es vom Sonnenaufgang in der Wueste so bewegt, das du weinst. (Aus der Alchemist)
Am 20.Maerz 01 ueberfahren wir die Grenze zum Sudan.
Hinweis: Der Grenzuebertritt Libyen - Sudan ist fuer Europaeer nicht erlaubt. Offizielle Alternative Libyen - Aegypten und dann ueber Wadi Halfa in den Sudan. |
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