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TransAlp 2011

Buching – Poschiavo

Vom 10.08.2011 bis 16.08.2011

 

Unsere gefahrene Route Buching - Poschiavo auf Google Earth

Mittwoch, 10. August 2011

Anfahrt nach Oberstdorf und 4 mal die Grenze passiert  

Heute früh um 10.30 Uhr gestartet.

Wo müssen wir eigentlich lang? Heiko und Uwe kurz vor dem Start

Der Sommer war sehr regnerisch und bitterkalt. Die letzte Nacht hat es ununterbrochen geregnet und der Morgen gibt gerade mal 11° Celsius her. Im Norden Deutschlands regnet es ununterbrochen weiter, nur der Süden wird von einem Ozorenhoch gestreift. So ergibt sich eine Woche schönes Wetter für den Süden Deutschlands. Mein Bruder Heiko ist gestern Abend in Buching eingetroffen. Mit Beinlingen, Windbraker und Handschuhen geschützt machen wir uns über das Königssträssle zwischen Bannwaldsee und Forggensee auf den Weg. Dunkel und schwer hängen die Wolkenfetzen über dem grünen Allgäu und den königlichen Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau. Wir queren den Lech am Stauwehr oberhalb vom Forggensee. Unterhalb des Schlosses von Füssen führt unser Weg Lechaufwärts in den Kurort Bad Faulenbach. Nach einem Moorbad ist uns trotz der nach wie vor kühlen Temperaturen nicht zumute. Auf ruhiger Asphaltstraße geht’s bis zum Alatsee. Hier lassen die Allgäuer Erfolgsautoren Volker Klüpfel und Michael Kobr Kluftingers dritten Fall, den Krimi Seegrund spielen. Auf dem Berggrat passieren wir die Grenze zu Tirol und folgen der Schotterpiste ins Vilstal, um auf abgeschiedenen Pfaden neben der Vils weiter in Richtung Pfronten zu fahren. Pfronten gehört noch zu Deutschland, wir sind in Tirol, also queren wir zum zweiten Mal die Grenze. Pfronten, der Ort der 9 Dörfer, vom Breitenberg und Kienberg eingegrenzt, verlassen wir flussaufwärts entlang der Vils. Nahe der österreichischen Enklave Jungholz erreichen wir schließlich auf einem schönen abgelegenen Forstweg Schattwald in Tirol im Tannheimer Tal.

Alatsee Vilstal

Die Vils hat unweit von hier ihren Ursprung im Vilsalpsee. Kurz benutzen wir die Teerstraße Richtung Oberjoch um dann, ich kann es nur jedem Mountainbiker empfehlen, nach links auf einen Pfad, er nennt sich die „alte Salzstraße und der Jakobsweg“, abzuzweigen. Als wir uns dann schon auf Höhe Oberjoch befinden führt die „alte Salzstraße“ auf einen Radweg parallel zur Teerstraße. Wo kam wohl das Salz her? Vielleicht aus dem Salzkammergut,- hier entlang in Richtung Bregenz? Und warum hier der Jakobsweg? Abermals überqueren wir unscheinbar die Österreichisch – Deutsche Grenze um dann von Oberjoch die alte Jochstraße nach Bad Oberndorf nahe Hindelang hinunterzurasen. Hier führt anfangs ein schmaler Pfad flussabwärts an der Ostrach entlang. Sie entspringt im Hintersteiner Tal und mündet in die Iller. Der anschließende Fahrradweg bringt uns nach Sonthofen im Illertal. Über einen Wiesenweg geht’s knapp an Altstädten vorbei, weiter am linken Illerufer flussaufwärts.

Trettach, Stillach und Breitach = Illerursprung Die Bäche müssen weiblich sein

Bei Fischen wechseln wir auf die rechte Fluss-Seite um dann den Zusammenlauf von den drei Flüssen: Trettach, Stillach und Breitach, den sogenannten Illersprung zu passieren. Kurz drauf erreichen wir Oberstdorf. Der sehr touristische Ort ist zurzeit von schneebedeckten Kuppen umgeben. Wir blieben trotz Sonnenschein den ganzen Tag in unseren Radtrikots warm eingepackt. Der Ostwind war kalt, aber er blies uns hinauf nach Oberstdorf. Jetzt nach Fitnesssalat und Kaiserschmarrn hat Heiko plötzlich einen Schwächeanfall erlitten. Er ist müde, muss liegen und meint: „Das alles muss morgen den Berg rauf.“  

Tages-KM

Höhenmeter

Zeit in Bewegung

Zeit im Stand

Tages-Schnitt

Max. Höhe

76

913

5:19

1:45

14,3

1.192

  

Donnerstag, 11. August 2011

Von Oberstdorf nach Dalaas

Leider haben wir im Gasthaus Regina unser Frühstück erst ab 8.00 Uhr erhalten, so dass wir erst um 9.00 Uhr zur Summit Club Tour starten konnten. Diese Tour wurde damals 1990 von Andy Heckmair als erste TransAlp möglichst direkt von Oberstdorf durch die Alpen zum Gardasee kreiert. Wir überlegen uns die Tour lediglich bis Poschiavo zu fahren und dort einem Schlenker über die Bernina anzuhängen. Der reizvollste Teil der Heckmeiertour ist in Poschiavo vorüber. Hatten wir ja bereits gestern einen angenehmen Anfahrtsweg von Buching nach Oberstdorf, so beginnt die eigentliche Tour erst heute und der Trip gestern war sozusagen ein Vorspiel zum Eingewöhnen. Im Stillachtal ist es trotz des späten Starts noch schattig und kühl mit ca. 14° Celsius.

Blick voraus im Stillachtal und zurück Richtung Oberstdorf

Wir sind warm eingepackt und beim Hinaufstrampeln wird uns auch nicht kalt. Später, an den ersten steilen Rampen, können wir sogar den Windbraker ausziehen. Das asphaltierte, für den Verkehr nicht freigegebene, Sträßchen zieht sich fast bis zum Ende des Tals. Am Schluss wird es so steil, dass wir unsere Räder besser schieben. Kurz nach der Speicherhütte biegt der Weg nach links hinauf in die Felswand ab. Der Säumerpfad zwischen dem Lechtal und dem Allgäu wurde vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges von der SS gesprengt. Sie befürchteten die anrückenden Alliierten könnten diesen Pfad nutzen. Das heißt somit für uns, daß der Weg, der mittlerweile wieder etwas instand gesetzt wurde, unter erschwerten Bedingungen zu nutzen ist.

Schrofenpass, ein früherer Säumerpfad Gerne von Radlern benutz
Radel ist links bergauf zu schieben Von der SS gesprengte Passagen sind überbrückt

Das bedeutet das Rad unbedingt talseits zu transportieren, da der Weg zum Teil beängstigend schmal ist. Schließlich erreichen wir die Passhöhe des Schrofenpasses, um unsere Räder auf der anderen Seite wieder bergab zu schieben. Danach rollen wir ins Lechtal hinab, um dann auf der anderen Talseite nach Warth bergauf zu treten. Von Warth führt die Route leicht abschüssig auf Asphaltstraße in den Nobelskiort Lech am gleichnamigen Fluss. Da Lech schon auf 1.400 Metern Höhe liegt haben wir nur noch die 400 Meter zur Freiburger Hütte zu erstrampeln. Nach dem Touristenrummel in Lech erreichen wir schließlich das weitaus beschaulichere Dorf Zug. Ab hier ist die asphaltierte Straße für den Verkehr gesperrt, sie führt weiter bei nur mäßiger Steigung in ein faszinierendes Tal. Ich wollte immer schon wissen wo genau der Lech entspringt. Ja genau, in diesem Tal kurz unterhalb der Freiburger Hütte. Womöglich wird er von dem Formarinsee, der unterhalb der Freiburger Hütte liegt, gespeist.

Formarinsee Abfahrt nach Dalaas

Der Endspurt zur Hütte gestaltet sich dann doch mit giftigen Anstiegen und wir sind oben ziemlich erschöpft. Also erst mal ein Weizen gekippt. Heiko alkoholfrei und ich mit diesem Stoff, gezischt hat es auf jeden Fall. Wir wollen aber noch den Berg hinunter. Anfangs ist der Schotterweg gut befahrbar und wir sind schon sehr euphorisch, dass der Weg mittlerweile saniert worden ist und sich nicht in diesem schlechten Zustand befindet, wie in unserer Wegbeschreibung beschrieben. Man sollte sich nie zu früh freuen oder den Abend vor dem Morgen loben. Der gute Schotterweg mündet schließlich in einen sehr schlechten Pfad. Schieben ist unter rinnendem Schweiß auf der Stirn angesagt. Beim Versuch eine Passage zu fahren, haut es mich dann auch gleich schon beim Aufsteigen vom Rad. Ob es am Bier von vorhin liegt, oder einfach nur am Alter 50+ oder aus purer Blödheit, ich weiß es nicht, trotzdem erreichen wir Dalaas. Das Bike vibriert stark beim Betätigen der Hinterbremse. Es macht mich recht nachdenklich ob sich da ein Defekt anbahnt, da die Bremsscheibe stark vibriert und die Unruhe sich auf das gesamte Fahrrad überträgt. Wir finden eine schöne preiswerte Unterkunft, essen leckeren Salat und Pfifferlingragout.
 

Tages-KM

Höhenmeter

Zeit in Bewegung

Zeit im Stand

Tages-Schnitt

Max. Höhe

57,9

1.553

6:36

2:29

8,8

1.933

                      

Freitag, 12. August 2011

Dalaas – Klosters

Dalaas – Klosters, so ist der Plan. Dazwischen liegen 2 Berge. In Klosters erreichen wir den Kanton Graubünden in der Schweiz. Am ersten Tag wechselten wir auf dem Weg nach Oberstdorf öfters die Grenze zwischen dem Ostallgäu und Tirol. Am zweiten Tag wechselten wir vom Oberallgäu nach Vorarlberg in Österreich. Gleichzeitig wechselten wir von den Allgäuern Bergen in die Lechtaleralpen und später in das Lechquellgebirge. Von Dalaas, welches im Klostertal liegt, das zum Arlberg führt, geht es weiter bergauf in das Montafon.  Um 7:50 Uhr starten wir auf den Kristbergsattel mit knapp 1.600 Metern Höhe.

Kristbergsattel Abfahrt ins Silbertal

Wir kommen trotz der morgendlichen Kühle schnell ins Schwitzen. Das  Asphaltsträßchen ist für den Verkehr gesperrt und mündet später in eine Schotterstraße. Gemütlich lassen wir es ins Silbertal rollen, das bei Schruns auf die Silvrettahochalpenstraße einbiegt. Nach einer kleinen Reparatur an der quietschenden Scheibenbremse hinten führt der Weg durch das Tal bergauf. Schließlich biegen wir bei Sankt Gallenkirch in ein  Seitental in Richtung Gargellen auf eine elend sich hinziehende Asphaltstraße ab.

Auffahrt zum Schlappinerjoch Steiler Aufstieg zum Schlappinerjoch
Passhöhe und Grenze Österreich / Schweiz erreicht Steiler Abstieg vom Joch nach Klosters

Nach ausgiebiger Pause in Gargellen, 4 Weizen, Salat und Pfifferlingomelett führt die Straße weiter in das nicht endenwollende Tal, bis dann die scheußliche Rampe auf das Schlappinerjoch kommt. Rund 500 Meter schieben und tragen, bis die Passhöhe auf 2.202 Metern erreicht ist. Da oben pfeift ein kühler Wind, also schnell wieder runter auf einem holterdiepolter Pfad, der leider auch nur wieder schiebend zu bewältigen ist. Ab der Ortschaft Schlappin können wir es die Matrischa nach Klosters runter rollen lassen. Nach weiteren 100 Höhenmetern ist der Ortskern erreicht.
 

Tages-KM

Höhenmeter

Zeit in Bewegung

Zeit im Stand

Tages-Schnitt

Max. Höhe

50,4

1.989

7:23

2:06

6,8

2.202

  

Samstag, 13. August 2011

Klosters – S-chanf

Um 8:25 brechen wir in Klosters auf. Ein schöner Pfad führt zum Teil nahe der Rätischen Bahnstrecke durch den Wald hinauf nach Davos. Wer einen anspruchsvollen Trail zum Üben sucht, hier führt ein anspruchsvoller Trail vom Hausberg Klosters bergab. Wir müssen aber rauf und das fordert viel Schweiß. Schließlich sind wir am Davoser See. Ein beschaulich kitschiger Blick im morgendlichen Licht auf knapp 1.600 Metern Höhe. Hier biegen wir in ein wunderschönes Tal in Richtung Dürrboden ab.

Davoser See Auffahrt nach Dürrboden

Hin und wieder sind auch mal Fahrzeuge unterwegs, was die schöne Auffahrt in dem idyllischen Tal nicht mindert. Auf Asphalt und bei gemächlicher Steigung erreichen wir Dürrboden auf über 2.000 Metern Höhe. Wer meint hier muss ein kleines Dorf liegen, der irrt. Lediglich eine Gaststätte mit ein paar Zimmern befindet sich hier. Wir stärken uns mit Gerstensuppe und ich mit 1,5 Ltr. roter Rivella (die blaue ist die Lightversion), einer beliebten Limonade in der Schweiz mit 35 % Milchsäure. Ob das hilft für den restlichen Anstieg auf den Scalettapass bis auf 2.611 Meter Höhe? Der Weg hinauf ist schön breit und man könnte ihn theoretisch größtenteils fahren.

Dürrboden Aufstieg zum Scalettapass
Passhöhe erreicht Trail bergab vom Scalettapass

Aber wir schieben aus Mangel an Kraft und zu wenig Sitzfleisch zum Pass hinauf. Unterwegs hören wir immer wieder die Warnrufe der Murmeltiere. Oben angekommen haben wir uns eine kleine Schlummerpause verdient. Der Scalettapass bietet nach beiden Seiten hin eine schöne Sicht und im oberen Bereich einen anspruchvollen Trail. Eine Gruppe versierter Biker zirkelt selbstsicher auf dem schmalen Trail und den engen Spitzkehren ihre Bikes ohne auch nur mal aus dem Pedal zu gehen runter. Schließlich treffen wir nach sehr schöner und langer Abfahrt in S-chanf ein und sind froh den heutigen Tag etwas früher beschließen zu können.
 

Tages-KM

Höhenmeter

Zeit in Bewegung

Zeit im Stand

Tages-Schnitt

Max. Höhe

45,3

1.458

6:10

1:48

7,3

2.611


Sonntag, 14. August 2011

S-chanf – Livigno

Gestern trafen wir als erste Radler im Scaletta Sporthotel ein. Heute brechen wir als letzte Radfahrer dort wieder auf. Mal kurz zu den Preisen und dem starken Franken. Der Zimmerpreis betrug pro Person 78 sfr bei einem Kurs von 1:1,1, natürlich Etagendusche mit Toilette inbegriffen. Ungewohnt hoch kommt uns auch der Preis von 20 Euro für eine Pizza vor. Heute Abend sind starke Gewitter gemeldet und am Montag Nachmittag wird das Wetter recht durchwachsen. Also nicht unbedingt schönes Bikewetter. Hat schon mal jemand von dem Ort Livigno gehört?  In der zollfreien Zone ist alles schön billig und sie könnte für uns ein Platz zum Stranden sein. Dazwischen haben wir noch den Pass Chaschauna mit 2.694 Metern Höhe zu überqueren. Nahe S-charf zweigt unser Weg in ein Seitental nach Süden ab, in Richtung Alm Chaschauna, auf ca. 2.200 Metern Höhe.

Radlerbaustelle an der Alm? Den halben Weg bereits geschafft

Von dort können wir bereits den Pass Chaschauna und den neu präparierten Weg dort rauf sehen. Es folgt ein gemächliches Wiesengelände von 1 km Länge und dann der brutal steile Aufstieg zu Pass. Oben angekommen sind wir von der Aussicht fasziniert. Wir blicken auf das vergletscherte Ortlermassiv und den Berninagletscher.

Denen geht's Saugut! Auffahrt zum Pass Chaschauna
Die Kuh macht muh! und der Aufstieg macht Mühe
Endlich den Pass erreicht Traumpanorama auf die umliegende Gletscherwelt
Wir sind in Italien Ganz da unten liegt auf 1.900 Metern Höhe Livigno
Blockhäuser in Livigno Wo immer man hinschaut finden sich schön restaurierte Blockhäuser

Jetzt verlassen wir den Kanton Graubünden / Schweiz und erreichen die Lombardei / Italien. Ein heißer Ritt führt auf Schotter bergab nach Livigno. Im Ort haben wir das Gefühl, dass ganz Italien auf den Beinen beim Einkaufen ist. Wir sind sehr positiv überrascht wie schön sich der Ort herausgeputzt hat. Überall restaurierte Blockhäuser wie wir es aus dem Wallis kennen. In fast jedem Haus bekommt man Zimmer, nur sind die alle ausgebucht. Mit Glück finden wir schließlich noch eine Unterkunft zu wirklich akzeptablem Preis. Was Letzteres anbelangt sind wir positiv überrascht nach der sehr teuren Schweiz. Egal ob Schokolade aus der Schweiz,  Whisky aus England, Zigaretten aus den USA oder nur ein Jägermeister, alles ist weitaus billiger wie wir es gewohnt sind. Im Kaffeehaus kostet der Espresso oder Kaffee Macchiato 90 Cent. Es gefällt es uns und sollte es morgen noch regnen, dann werden wir hier noch bleiben.
 

Tages-KM

Höhenmeter

Zeit in Bewegung

Zeit im Stand

Tages-Schnitt

Max. Höhe

23,1

995

3:56

1:31

5,9

2.694

 

Montag, 15. August 2011

Livigno

Der Wetterbericht hat Recht behalten. In Kleintibet regnet es heute intensiv und die Temperaturen sind stark gefallen. Kleintibet, wie man Livigno auch nennt, ist der kälteste Punkt in Italien. Wir verbringen den Tag in verschiedenen Restaurants / Bars mit Frühstücken, Mittagessen und Kaffee trinken. Heute ist Maria Himmelfahrt und auch in Italien ein Feiertag.

Kuh aus einem Stück Holz Hier geht's zu wie am Stachus in München

Es geht hier zu wie am Stachus in München. Am Abend findet ein Livignoeigenes Fest statt, es nennt sich die Dunkele Nacht. Die künstliche Beleuchtung wird möglichst ausgeschaltet und nur Kerzenlicht erhellt die Gassen. Hier und da wird Live - Musik gespielt, Leute sind in traditioneller Tracht unterwegs, es wird Bodypainting dargeboten und zum Abschluss gibt es noch ein prächtiges Feuerwerk. Im Hotel von zwei Bikekollegen können wir noch 2 Plätze zum Abendessen reservieren. Das Essen ist dem feierlichen Abend entsprechend mit 5 Gängen angepasst zu Livignotypischen Preisen.

Dienstag, 16. August 2011

Livigno – Poschiavo

Unsere letzte Etappe soll ein Höhepunkt werden. Um 8:30 Uhr brechen wir in Richtung Lago San Giacomo di Fraele auf. Nach 500 Höhenmetern erreichen wir den Passo Alpisella, dann radeln wir über einen schönen Trail zum oberen See Lago San Giacomo di Fraele.

Lago de Livigno Richtung Passo Alpisella
Lago San Giacomo di Fraele Klaus und Manne haben den gleichen Weg wie wir

Wir befinden uns auf rund 1.900 Metern Höhe. Die Umgebung ist faszinierend, wir  fahren rund 30 – 40 km auf gleicher Höhe bis zum Eingang des Tals zum Val de Viola. Dort können wir dann fast ohne Absteigen bis hoch zum Col de Viola durchfahren.

Obere See Obere Staumauer
Lago San Giacomo di Fraele Hier geht's ab nach Bormio, wir zweigen hinter der dritten Kehre ab

Kurz bevor wir die Passhöhe erreichen stoßen wir auf einen Wegweiser für Radfahrer. Ich erinnere mich noch sehr gut unter was für schwierigen Bedingungen Gabi und ich 2007 unsere Bikes vom Pass de Viola herunterzuschleppen hatten. Jetzt besteht hier am Abzweig für Biker ein Supertrail hinunter zur Alpe Campo.

Auffahrt durch das Val de Viola Blick zurück
Kurz vor dem Passo de Viola biegen wir rechts auf eine für Radler ausgewiesene Umfahrung ab
um auf Supertrails zur Alpe Campo abzufahren

Wir fahren ab bis zur Teerstraße um auf dieser bis auf den Berninapass zu gelangen. Alles wahnsinnig anstrengend. Die Beine brennen und der Hintern tut weh. Am Pass angekommen ist nicht klar welcher Weg nach Poschiavo führen soll. Schließlich folgen wir den Fahrradschildern. Der Trail ist wirklich heftig.

Berninagletscher und See In die Richtung müssen wir nach Poschiavo
Blick auf den Gletscher von der anderen Seite Blick in Richtung Poschiavo

Wir, das sind Heiko, ich, zwei weitere Bikekollegen nämlich Klaus und Manne, sind mittlerweile recht müde, da wir nun über 12 Stunden auf den Bikes sind. Glücklich treffen wir schließlich gegen 20:00 Uhr in dem schönen Ort Poschiavo ein.
 

Tages-KM

Höhenmeter

Zeit in Bewegung

Zeit im Stand

Tages-Schnitt

Max. Höhe

80,7

1.905

8,29

2,16

9,5

2500

 

Mittwoch, 17. August 2011

Poschiavo – Buching

Wir treten die Rückreise mit der Bahn an. Es ist eine Traumbahnfahrt mit dem Berninaexpress der sich zum Gletscher hoch- und hinunter windet. Seit 2007 zählt diese Bahn in Teilbereichen zum Unesco Weltkulturerbe.

Poschiavo und unsere Hotel rechts Berninaexpress
Wir fahren im Fahradabteil Blick auf die Bernina vom Fahradabteil

Die Abfahrt erfolgt um 9:33 Uhr mit Umstiegen in Samedan, Chur, St. Magarethen und Lindau, so dass wir um 16:54 Uhr in Kempten eintreffen. In der Schweiz gehen die Uhren in der Tat anders, nämlich noch genauer. Wir treffen pünktlich in Kempten trotz 5-maligen Umsteigens ein. Ob das so auch bei der Deutschen Bundesbahn geklappt hätte? Vielleicht! Mit Sicherheit nicht in Italien! Auf jeden Fall war die Bahnfahrt mit der Rätischen Schmalspurbahn ein sehr attraktiver Abschluss unserer Reise.

 

Wer wissen möchte wo genau wir entlang gefahren sind der klicke bitte auf den nachfolgenden Link:
 

Unsere gefahrene Route Buching - Poschiavo auf Google Earth

 

Tages-KM

Höhenmeter

Zeit in Bewegung

Zeit im Stand

Tages-Schnitt

Max. Höhe

76

913

5:19

1:45

14,3

1.192

57,9

1.553

6:36

2:29

8,8

1.933

50,4

1.989

7:23

2:06

6,8

2.202

45,3

1.458

6:10

1:48

7,3

2.611

23,1

995

3:56

1:31

5,9

2.694

80,7

1.905

8,29

2,16

9,5

2500

 

 

 

 

 

 

Summe-KM Gesamt

Summe-HM Gesamt

Summe Zeit Gesamt

Summe Stand

Schnitt Gesamt

 

333,4

8813

37:23

11:55

8,92

 

 

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